Mittwoch, März 07, 2007

Tenser hatte doch Recht! Tanzen Untote eine Pavane?

Nun hatten wir die Banditen/Kultisten überwältigt und organisierten uns beim Dorfschulten einen Pferdewagen um die hinterlassenen Gegenstände unserer Gegner zu bergen.

Wir machten uns also auf den Weg durch das Insektenverseuchte Sumpfgebiet um den unterirdischen Stützpunkt der Banditen wieder zu erreichen.

Um die Hinterlassenschaften nicht weit schleppen zu müssen entschlossen wir uns den Pferdewagen rückwärts durch den Tunnel zu bugsieren welcher den Hintereingang des unterirdischen Verstecks der Banditen bildete.

Auf halbem Wege den Gang hinunter bemerkte Don einige seltsame Spuren im Erdboden des Ganges. Krallenbewehrte Füße drückten sich tief in den Boden über unsere Spuren die wir am Vortag hinterlassen hatten!

Irgend ein schweres, zweibeiniges Monster war rein und wieder rausgegangen, zumindest laut Don.

Vorsichtig machten sich Llewellyn und Fendor auf den Weg nach unten zu den Räumlichkeiten der Kultisten um gegebenenfalls dort lauernde Gegner zu entdecken. Wir hatten uns gerade am Wagen vorbeigezwängt als Don uns warnte das etwas den Gangeingang verdeckte, was wir auch durch den Schatten den dieses Ding warf, bestätigen konnten.

Das Ding war ungefähr Menschengroß, mit Hörnern und Stacheln versehen und, als hervorstechendes Merkmal, mit großen Schwingen versehen. Was immer es auch war, es machte genug Eindruck das Llewellyn seine Armbrust auf es richtete und, als es sich um wandte, abdrückte. Einem Gegner in den Rücken zu schiessen ist zwar keine sportliche Art, aber in diesem Falle wollte Llewellyn verhindern das sich dieses Ding davon machte.
Sein Armbrustbolzen verfehlte auch nicht sein Ziel, aber anstatt des gewöhnlichen dumpfen Treffergeräusches war diesmal nur ein metallisch-hölzernes Krachen zu hören! Der Pfeil war wirkungslos an dem Ding zerbrochen!

Der Auftreffwinkel war gut, der Bolzen konnte seine ganze Kraft im Ziel entfalten, trotzdem reichte es nicht das Ding zu verletzen! Als hätte Llewellyn eine Steinmauer oder Steinstatue getroffen.

Wobei...
Ja, das musste es sein!

Ein Wasserspeier, eine Gargyle, diese Viecher waren aus Stein, und durch irgendwelche obskuren Verzauberungen konnten sie sogar fliegen, trotz ihrer Steinkonsistenz.

Das machte auf uns alle grossen Eindruck, wähnten wir uns doch in diesem Augenblick doch ohne Waffen die dieses Ding verletzen konnte, aber wir hatten ja sowohl den Stab von Lareth als auch ein magisches Messer erbeutet. Ob das die Gargyle wusste als sie vor uns floh?

Wir werden uns auf jeden Fall mit Waffen ausrüsten müssen die gegen solche Wesen effektiv sind. Llewellyn denkt das wir einige der Beutestücke tauschen sollten um in so einem Falle effektiver zu werden. Einige Armbrustbolzen sollten auch dazu kommen.

Kaum hatten wir den Schock mit dem Wasserspeier überstanden mussten wir uns einem zweiten, vielleicht sogar ärgerlicherem Ereignis stellen. Alle zurückgelassenen Ausrüstungsgegenstände der Kultisten waren verschwunden!

Wir hatten uns ja schon aller Finanzierungsorgen unserer patriotischen Expedition entledigt gesehen, da mussten wir feststellen das unser Finanzpolster wie Schnee in der prallen Sonne zusammenschmolz.

Äußerst ärgerlich. Und wir hatten auch Spuren und einen Verdacht wer dahinter war.
Die miesen kleinen Ratten von Kobolden die hier noch hausten und die wir ignoriert hatten!
Nicht auf den Kopf gefallen, hatten sie alles verwertbare zusammengerafft als wir gerade die Gefangenen in Hommlet ablieferten.

Man kann Tenser verstehen wenn er versucht so viel wie möglich gleich im ersten Aufwasch mitzunehmen und nicht zurückzulassen. Ärgerlich ist es auch das wir diese Gelegenheit nicht nutzen konnten unseren Gegnern noch mehr Waffen und Rüstungen wegzunehmen. Das nächste Mal sind wir gründlicher!

Wir folgten ihren Spuren einen bisher von uns nicht betretenen Gang lang und kamen
zu einer unterirdischen Begräbnisstätte. Nischen in den Wänden säumten den Raum.
Verstaubte Steintische auf denen eigentlich Tote hätten aufgebahrt hätten liegen sollen waren in den Nischen platziert. Seltsame, schlurfende, Geräusche waren zu hören, war unser Licht nicht gut genug um den ganzen, relativ grossen, Raum aus zu leuchten. Als wir uns in den Raum weiter vorgewagt hatten mussten wir feststellen das eine seltsame, bis auf das schlurfen lautlose, Prozession an Toten den hinteren Teil des T-förmigen Raumes ausfüllte. Die Spuren der Kobolde führten mitten durch dieses schaurige Gewühl.

Wollten wir ihnen nach mussten wir da durch. Das war nicht unbedingt unser Herzenswunsch, aber der Ärger über die verschwundenen Ausrüstungsgegenstände lies uns wenigstens die Lage sondieren. Marvin als der geschickteste von uns wurde auserkoren zu erkunden wo denn die Spuren hinführten, da die wandelnden Untoten keine Anstalten machten auf unsere Präsenz im anderen Teil des Raumes zu reagieren. Wir betrachteten also mulmigen Gefühls die sich vor uns abspielende makabre Pavane und Marvin schlüpfte zwischen den Untoten hindurch um einen kleinen Durchlass im linken Teilstück des T-förmigen Raumes vorzufinden. Das war vielleicht für einen Kobold angemessen aber für uns Menschen ist dieser Durchlass lächerlich klein.

Beinahe wäre Marvin mit einem der Untoten bei seinem Rückweg kollidiert, das konnte Marvin jedoch durch ein geschicktes Ducken abwenden. Ob etwas passiert wäre und die Untoten sich gegen Marvin und uns gewendet hätten wissen wir nicht, aber vielleicht ist es auch besser so das wir nicht wissen was passiert wäre.

Wir entschlossen uns aus dieser Gegend zurück zu ziehen, da uns der Aufwand nun doch ein wenig den erwarteten Gewinn überstieg. Wir erforschten daraufhin noch andere Teile der unterirdischen Anlagen. Wir, hauptsächlich Marvin, fanden mehrere Fallen und entdeckten unter anderem ein seltsames Skelett hinter einer Tür. Man war sich zwar nicht einig was denn das Lebewesen gewesen war, einige äußerten aber die Vermutung das Skelett eines Mind Flayers vor sich zu haben. Wer auch immer den gefangen genommen hatte musste fähig gewesen sein...

An anderer Stelle entdeckten wir hinter einem Fallgitter einen Aufzug der in die Tiefe führte. Mutig lies sich Llewellyn von den anderen hinunterlassen. Da der Aufzug gut gewartet war und keine ungewöhnlichen Alterungspuren aufwies klappte das auch ganz gut.

Unten angekommen machte sich Llewellyn mit einem Zauber etwas Licht. Erstaunt konnte er ein kleines Boot und einen unterirdischen Fluss vermelden. Fast genau so erstaunt war er auch das seine Zauberformel auf Anhieb klappte. Normalerweise benötigte er ja zwei oder drei Anläufe für so etwas. Seine Lehrer wären stolz auf ihn...

Das Boot bot Platz für eine gerüstete Person oder zwei ohne Ausrüstung, also nicht viel. Llewellyn lies sich wieder hinaufziehen. Hier wurde also die Schmuggelware abtransportiert!
Rätselhaft war nur wo der unterirdische Wasserlauf wohl hinführte?
Von außen nicht zu entdecken war die eine gute Möglichkeit die Waren weiter zu verteilen.

Da der weitere Transportweg auf dem Wasser erfolgte wurde die Verbindung nach Nulb zur bisher besten weiterführenden Spur laut den Papieren die der Gruppe in die Händen gefallen waren.

Was lag also näher als sich in naher Zukunft auf den Weg nach Nulb zu machen um der Sache auf den Grund zu gehen?

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